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Deutschland auf Wohnungssuche - Was darf der Vermieter alles erfragen?

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Eine neue Mietwohnung suchen

Wenn Sie auf Wohnungssuche sind, kann das ganz unterschiedlich laufen. Glücklich sind Sie, wenn Sie ein Angebot in der Zeitung oder im Internet finden und dieses direkt passt. Kommt nach der Wohnungsbesichtigung gleich ein Mietvertrag zustande, kann es mit dem Umzug schnell gehen. Allerdings ist das in den beliebten deutschen Großstädten manchmal ganz anders. Hier findet man zwar auch einige Angebote, bis aber die passende Wohnung dabei ist, kann es dauern. Wenn viele potenzielle Mieter zur Auswahl stehen, kann es sein, dass der Vermieter sehr genau schaut, mit wem er den Mietvertrag schließt. Schließlich hat der Vermietende die Qual der Wahl.

Recht auf Auskunft

Es kann unter Umständen sein, dass der Vermietende Auskunft verlangt über Gehalt, Mieterfahrung, Familienstand und Haustierhaltung. Es gibt Vermieter, die kategorisch große Haustiere wie Hunde und Katzen ablehnen. Wenn Sie dann mit einem solchen Tier umziehen möchten, ist das häufig gar nicht so leicht.

Für Interessenten mit einem geregelten Einkommen ist der Gehaltsnachweis kein Problem. Für Interessenten, die Hartz IV beziehen, ist es aber nicht ganz so einfach, weil sie ein Manko mit sich tragen. Sie können nur eine Kostenübernahmeerklärung vom Amt vorlegen. Einigen Vermietern ist dies eine sichere Einnahmequelle, andere Vermieter legen lieber Wert auf finanziell eigenständige Mieter. Eine offene Diskriminierung sollte aber nicht vorkommen.

Diskriminierung ist inzwischen untersagt: Ein Wohnungsinteressent darf auch grundsätzlich nicht aufgrund seiner persönlichen Eigenschaften wie seiner Hautfarbe oder seiner Herkunft benachteiligt werden. Der Familienstand kann zwar erfragt werden, darf aber keinen Anlass für eine Diskriminierung bieten.

Ist das Persönlich­keits­recht zu achten?

Derjenige, der die Wohnung vermietet, ist grundsätzlich dazu berechtigt, diese Auskünfte zu verlangen. Es ist auch so, dass es klare Regelungen gibt, was eine Privatwohnung ist und was gewerblich genutzter Raum ist. Wenn ein Einkommensnachweis verlangt wird, dann muss natürlich die zu zahlende Miete auch in Relation zum Einkommen stehen.

Natürlich hat der Interessent ein Persönlichkeitsrecht, das heißt unter anderem, dass seine Daten vertraulich zu behandeln sind. Wenn ich aber in das Eigentum eines anderen Menschen einziehe, hat derjenige, der mir die Wohnung vermietet, eben dieses Recht auf Basisauskunft.

Kündigung des Mietvertrags

Für die Kündigung des Mietvertrags haben beide Seiten eine Frist von drei Monaten. Bei Verstößen kann die Frist aber auch kürzer sein. Je länger das Miet­verhältnis besteht, desto länger auch die Kündigungsfrist des Vermieters. Hier hat der Besitzer der Wohnung also entsprechend bis zu neun Monaten Zeit, eine neue Wohnung zu suchen.

12.09.2019
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