EXPERTENTIPP

Strafen und Konsequenzen bei Alkohol am Steuer in Deutschland

Der Genuss von Alkohol und Autofahren passen nicht zusammen. Wer alkoholisiert ist, hat eine eingeschränkte Wahrnehmung und kann nicht mehr so schnell reagieren. Deswegen gibt es in der deutschen Straßenverkehrsordnung eindeutige Regelungen, was das Fahren nach einem Alkoholkonsum betrifft. Bis zu welchem Promillewert Sie ein Auto bewegen dürfen und welche Strafen bei einem Vergehen drohen, erfahren Sie in diesem Beitrag.
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Der Genuss von Alkohol und Autofahren passen nicht zusammen. Wer alkoholisiert ist, hat eine eingeschränkte Wahrnehmung und kann nicht mehr so schnell reagieren. Deswegen gibt es in der deutschen Straßenverkehrsordnung eindeutige Regelungen, was das Fahren nach einem Alkoholkonsum betrifft. Bis zu welchem Promillewert Sie ein Auto bewegen dürfen und welche Strafen bei einem Vergehen drohen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

So lange sich keine Auffälligkeiten beim Fahren zeigen, gilt ein Grenzwert von 0,5 Promille. Wer sich darin befindet, braucht bei einer Verkehrskontrolle keine Bestrafung fürchten.

Fällt der Fahrstil eines Verkehrsteilnehmers auf und die Polizei ist der Meinung, dass er das Fahrzeug nicht sicher bewegen kann, können schon bei einem geringen Promillewert Strafen verhängt werden. Schließlich zeigen sich unter Umständen bereits bei 0,3 Promille Veränderungen im Verhalten. Wer den Verkehr in diesem Zustand gefährdet, erhält bis zu 3 Punkte in Flensburg, eine Geld- oder Freiheitsstrafe. Außerdem wird die Fahrerlaubnis eingezogen.

Wird bei einem Fahrzeugführer ein Promillewert von mindestens 0,5 festgestellt, wird ein Bußgeld zwischen € 500,- und € 1.500,- fällig. Alternativ kann eine Freiheitsstrafe verhängt werden. Der Strafrahmen sieht außerdem ein Fahrverbot mit einer Dauer zwischen einem und drei Monaten vor. Ebenfalls werden zwei Punkte im Verkehrszentralregister vergeben. Welches Strafmaß Anwendung findet, hängt davon ab, ob es sich um einen Ersttäter handelt oder ob der Delinquent bereits in Erscheinung getragen ist. Bei einem wiederholten Vergehen muss sogar eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) angetreten werden.

Wenn bei einem Verkehrsteilnehmer 1,1 Promille oder mehr gemessen werden, wird der Führerschein sofort entzogen. Es wird ein Fahrverbot von mindestens sechs Monaten ausgesprochen, das bis zu einer Dauer von fünf Jahren verlängert werden kann. In besonders schweren Fällen sieht das Strafmaß sogar ein lebenslanges Fahrverbot vor. Darüber hinaus erhält der Verkehrsteilnehmer drei Punkte. Für das Bußgeld beziehungsweise die alternativ angesetzte Freiheitsstrafe gibt es einen Strafrahmen. Liegt der Wert über 1,6 Promille droht eine MPU.

Für Fahranfänger gilt eine besonders strenge Regel im Umgang mit Alkohol. Sie müssen beim Führen eines Fahrzeugs permanent nüchtern sein. Das gilt übrigens auch, wenn die Probezeit zwar überstanden ist, der Fahrzeugführer das 21. Lebensjahr aber noch nicht vollendet hat. Neben einem Strafpunkt und einer Geldbuße von € 250,- drohen ihnen eine Nachschulung sowie eine Verlängerung der Probezeit.

12.09.2019
Themenbereiche: alle | Recht sonstige | Strafe
Strafen und Konsequenzen bei Alkohol am Steuer in Deutschland
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