Ein Rollstuhl der knapp durch eine Tür durchpasst

Altersgerecht wohnen – Rechtzeitig Umbauen lohnt sich

Die eigene Wohnung aufzugeben, fällt Senioren oft schwer. Doch was ist, wenn das geliebte Eigenheim zum Stolperstein wird? Körperliche Einschränkungen können plötzlich auftreten – altersgerecht wohnen wird dann fast unverzichtbar. Lesen Sie hier über barrierefreies Wohnen, Pflege und Förderungen.

Altersgerecht Wohnen – Was ist das?


Altersgerecht Wohnen beschreibt den Zustand, der es Menschen ermöglicht, im Alter selbständig, selbstbestimmt und ohne fremde Hilfe wohnen zu können. Eine barrierefreie Umgebung ist dafür Voraussetzung. Das bedeutet: Das Haus oder die Wohnung sollte keine Hindernisse, wie beispielsweise Treppen oder enge Türen aufweisen. Zusätzlich ergänzen Hilfsmittel (Haltegriffe, Aufzug, bodentiefe Dusche) die barrierefreie Wohnung. Menschen mit körperlichen Einschränkungen können sich somit – auch im hohen Alter – ungehindert bewegen.

Altersgerecht Wohnen – Welche Formen gibt es?


‌Altersgerechtes Wohnen kann unterschiedlich gestaltet werden. Zunächst sollte die Frage nach dem Wohnort beantwortet werden. Manche Senioren ziehen es vor für immer zu Hause zu leben, andere möchten lieber in ein Betreutes Wohnen. Das finanzielle spielt bei der Wohnform natürlich eine große Rolle – nicht jeder kann es sich leisten in ein Betreutes Wohnen oder in eine Seniorenresidenz zu ziehen. Wofür Sie sich letztlich entscheiden, hängt viel von Ihren persönlichen Bedürfnissen ab. Zum Beispiel dem Bedürfnis nach Gemeinschaft. Folgende Punkte zeigen verschiedene Modelle für das Wohnen im Alter
  • Zu Hause wohnen  
  • Wohngemeinschaft/Senioren-WG/Wohnen 50 Plus  
  • Seniorenheime  
  • Betreutes Wohnen 
  • Seniorenresidenz
    ‌  
  • Zu Hause Wohnen =


    ‌Durch entsprechende Umbauten in der eigenen Wohnung kann ein Leben zu Hause barrierefrei stattfinden. Der Investitionszuschuss der KFW-Bank fördert den Abbau von Barrieren.

    Wohngemeinschaft =


    ‌Immer mehr Menschen möchten nicht allein alt werden und bevorzugen deshalb eine Gemeinschaft. Gegenseitige Unterstützung im Alltag und die einhergehenden sozialen Kontakte sind Motive für das Wohnen in einer Wohngemeinschaft.

    Seniorenheime =


    ‌Seniorenheime bieten pflegerische und medizinische Dienste – rund um die Uhr. Sollten Menschen auf durchgehende Pflege angewiesen sein, eignet sich ein Seniorenheim wohl am besten.

    Mehrgenerationenhaus =


    ‌In Mehrgenerationenhäusern leben Menschen aller Generationen unter einem Dach. In vielen Fällen hat dabei jede Familie einen eigenen Wohnbereich. Zusätzlich gibt es gemeinsam genutzte Flächen. Der Gedanke: Die Generationen können sich in Aufgaben des Alltags unterstützen. Beispielsweise passen die Großeltern auf die Kinder auf, während die Eltern Einkäufe für alle erledigen.

    Betreutes Wohnen =


    ‌Diese Wohnform zeichnet sich durch barrierefreie Wohnungen und schnelle Hilfe vor Ort aus. Die Bewohner sind meist selbständige Senioren, die trotzdem Sicherheit haben möchten. Meist gibt es in betreuten Wohnanlagen eine Ansprechperson vor Ort und ein 24-Stunden-Notrufsystem.

    Seniorenresidenz =


    ‌Die Seniorenresidenz bietet oftmals den Luxus eines Hotels. Schwimmbad, Sauna oder Zimmerservice sind keine Seltenheit. Medizinische Betreuung ist manchmal im Preis inbegriffen oder kann extra dazu gebucht werden.

    Wie sieht altersgerecht Wohnen aus?


    ‌Zunächst muss man festhalten: Nicht jeder hat im Alter die gleichen Einschränkungen beziehungsweise Bedürfnisse. Deshalb brauchen manche Menschen nur kleine Unterstützungen im Alltag, andere dafür größere Umbauten in der eigenen Wohnung. Dennoch kann eine frühzeitige Anpassung der Wohnsituation viel Mühe ersparen

    ‌Merkmale für ein altersgerechtes Wohnen:
  • Keine , Schwellen oder sonstige Hindernisse (vor allem im Eingangsbereich)
  • TreppeStufenn mit Handläufen  
  • Barrierefreies Bad  
  • Küche sollte viel Platz für Bewegung bieten. Rollstuhlfahrer benötigen eine unterfahrbare Arbeitsplatte 
  • Weniger Möbel, dafür mehr Platz  
  • Haltegriffe 
  • Gute Beleuchtung im gesamten Haus  
  • Niedrige Lichtschalter  
  • Ein Aufzug, falls notwendig  
  • Brandschutzsystem
    ‌  
  • Was heißt barrierefreies Wohnen?


    ‌Laut dem Behindertengleichstellungsgesetz BGG § 4 heißt barrierefrei: Alle gestalteten Lebensbereiche, (Bauliche Anlagen, Verkehrsmittel, Informationsquellen usw.) die für Menschen mit Behinderung ohne besondere Erschwernis und ohne fremde Hilfe auffindbar, zugänglich und nutzbar sind.
    Achtung:
    Begriffe wie „barrierearm“ oder barrierereduziert sind rechtlich nicht definiert. Diese Bezeichnungen entsprechen oftmals nicht allen Anforderungen der DIN-Norm 18040, kommen in Wohnungsanzeigen aber häufig vor. Prüfen Sie daher genau, ob die Wohnung komplett barrierefrei gestaltet ist.

    Eingangsbereich altersgerecht umbauen


    ‌Wer ein neues Haus baut, sollte darauf achten, Stufen oder Schwellen im Eingangsbereich zu vermeiden. Wird eine Rampe gebaut, sollte diese nicht zu steil ausfallen – Rollstuhlfahrer haben es sonst schwer. Die Eingangstür sollte auf alle Fälle 90 Zentimeter breit sein.

    Bad altersgerecht umbauen


    ‌Das Badezimmer kann je nach Einschränkung zu einer großen Stolperfalle werden. Wie in den anderen Bereichen auch, ist genügend Platz sehr wichtig. Rollstuhlfahrer und Menschen mit Gehhilfe profitieren besonders, wenn mehr Raum zur Verfügung steht. Die Maße 150 x 150 cm sind laut DIN-Norm empfehlenswert. Generell eignen sich folgende Dinge für ein barrierefreies Bad:
  • Rutschfeste Matten oder rutschhemmende Fließen  
  • Bodentiefe Dusche (eventuell mit Duschsitz) 
  • Badewanne mit Hebesitz  
  • Einstellbare Höhe der Toilette 
  • Haltegriffe an den Wänden 
  • Verstellbare Spiegel  
  • Unterfahrbares Waschbecken  
  • Video des Bundesministeriums für Gesundheit über Verbesserungen des Wohnumfelds:


    Wohnbereich altersgerecht umbauen


    ‌Achten Sie auf helle Räume mit guter Beleuchtung. Die Rollläden sollten automatisch bedienbar und Fenster und Türen leicht zum Öffnen sein. Weniger ist mehr: Weniger Möbel verringern das Risiko sich wo anzustoßen. Dafür sollte die Einrichtung standfest sein, um sich gut festhalten zu können.

    Küche altersgerecht umbauen


    ‌Damit das Kochen auch im hohen Alter noch Spaß macht, sollte eine barrierefreie Küche vorhanden sein. Unterfahrbare Arbeitsflächen ermöglichen Personen im Rollstuhl beispielsweise das Kochen. Geschirrspüler und Backofen sollten in einer angenehmen Höhe liegen. Die Schränke sollten leicht ausziehbar sein. Wichtig beim Kochen: Ein Induktionsherd erwärmt sich erst, wenn ein Topf auf der Kochplatte steht. Vergisst man mal den Herd abzudrehen, dürfte somit Gröberes verhindert werden. Demnach eignet sich ein Induktionsherd wohl am besten für eine altersgerechte Wohnung.

    Schlafzimmer altersgerecht umbauen


    ‌Die Höhe des Bettes ist sehr wichtig, insbesondere das problemlose Aufstehen. Außerdem sollte das Bett von allen Seiten zugänglich sein. Das erleichtert bei Bedarf die Pflegetätigkeit. Stehen Sie nachts regelmäßig auf, ist ein Lichtschalter am Bett von Vorteil. Zudem sollte der Kleiderschrank begehbar beziehungsweise gut zu erreichen sein.
    Hinweis:
    Neben der altersgerechten Einrichtung sollte der soziale Aspekt nicht vergessen werden. Für Senioren, die ihr ganzes Leben am gleichen Ort verbracht haben, kann ein Umzug sehr schwer sein. Die vertraute Umgebung ist oftmals ein fester Anker, der nicht so leicht kompensiert werden kann.

    Wann sollte man altersgerecht umbauen?


    ‌Diese Frage stellen sich Betroffene leider oft zu spät. Plötzliche Unfälle oder Krankheiten verändern das Leben schlagartig – somit auch die Wohnsituation. Leichte Tätigkeiten, über die man nie nachgedacht hat, könnten auf einmal zu großen Hindernissen werden. Experten raten daher früh zu überlegen, wo und wie man im Alter leben möchte. Einrichtungen wie Betreutes Wohnen oder Pflegeheime sind normalerweise barrierefrei. Das eigene zu Hause meist nicht. Laut dem Bundesministerium für Innern, Bau und Heimat sind in Deutschland nur rund 1,5 % aller Wohnungen barrierearm. Ein Problem, wenn man bedenkt, dass Personen aufgrund der steigenden Lebenserwartung immer älter werden. 

    ‌Grundsätzlich ist es empfehlenswert sich in der zweiten Lebenshälfte mit der eigenen Lebenssituation auseinander zu setzen. Sobald Sie merken, dass gewisse Dinge im Alltag schwerer fallen, lohnt es sich über Veränderungen nachzudenken.

    Wie finanziert man altersgerechtes Wohnen?


    ‌Die eigene Wohnung altersgerecht umbauen zu lassen, kostet Geld – viele können sich das ohne Hilfe nicht leisten. Daher gibt es verschiedene Möglichkeiten die Anpassungen finanzieren zu lassen:
  • Bundesland 
    ‌Oftmals ist es möglich, Förderungen für altersgerechte Umbauten vom eigenen Bundesland zu bekommen. Die gewährten Darlehen bieten meist günstige Konditionen. Je nach Bundesland sind die Förderungen unterschiedlich. 
  • Kranken- und Pflegekassen 
    ‌Krankenkassen zahlen immer wieder für Hilfen, wie beispielsweise ein Notrufsystem oder eine angepasste Dusche. Sobald eine Pflegebedürftigkeit vorliegt, fördert die Pflegkasse Umbauarbeiten bis zu 4.000 Euro. Die Umbauarbeiten sollten zeitlich nicht vor der gewährten Förderung angefangen werden.
  • Kreditanstalt für Wiederaufbau 
    ‌Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW ) ist die größte Förderbank der Welt. Die Bank unterstützt Privatpersonen, Unternehmen, öffentliche Organisationen sowie internationale Unternehmen. Privatpersonen profitieren von den Zuschüssen und KfW-Darlehen für Bauvorhaben und Umbauten. Die staatliche Bank vergibt mit dem „455 Barriere Reduzierung - Investitionszuschuss" einen einmaligen Zuschuss für barrierefreie Umbauten in der eigenen Wohnung. 

    ‌Die Höchstgrenze liegt bei 6.250 Euro pro Wohnung. Zudem gibt es den „159 Altersgerecht Umbauen – Kredit“ für den Abbau von Barrieren, mehr Wohnkomfort und besseren Einbruchschutz. Hierbei wird eine Kreditsumme von bis zu 50.000 Euro gewährt.
  • Hinweis:
    Die Fördermittel für 455 Barriere Reduzierung – Investitionszuschuss sind 2021 bereits ausgeschöpft. Förderungen für 2022 sind möglich, falls der Bundeshaushalt 2022 genügend Mittel zur Verfügung stellt.
  • Sozialhilfeträger 
    ‌Personen die Sozialhilfe beziehen bekommen einen finanziellen Zuschuss – sofern sie folgende Kriterien erfüllen: 
    ‌- Es gibt keinen anderen Sozialträger, der die Kosten übernimmt 
    ‌- Die Einkommensgrenzen werden nicht überschritten  
  • Kommunen und Wohnungsunternehmen 
    ‌Es gibt einige Kommunen genauso wie Wohnungsunternehmen, die altersgerechte Umbauten unterstützen. Beide Parteien sind interessiert daran Mieter längerfristig in den Wohnungen zu halten.  
  • Hinweis:
    Das Förderprogramm „Barrierearme Stadt“ begünstigt Umbauten an der kommunalen Infrastruktur. Zum Beispiel sollen dadurch öffentliche Anlagen, wie Sporthallen barrierefrei gestaltet werden.

    Barrierefreier Umbau für Mieter


    ‌Laut § 554a BGB können Mieter, Vermieter dazu auffordern, die Wohnung baulich anzupassen beziehungsweise bestimmte Barrieren zu entfernen. Der Vermieter kann dieser Forderung nachkommen – muss er gesetzlich aber nicht. Der Vermieter kann auch argumentieren, dass für ihn das Interesse einer unveränderten Wohnung mehr gewichtet als das Interesse des Mieters an einer behindertengerechten Wohnung. 

    ‌Verweigerungen von Seiten des Vermieters betreffen meist nur größere Umbauten an der Bausubstanz – beispielsweise ein Aufzug. Kleine Dinge, wie Haltegriffe oder Brandschutzsysteme sollten in der Regel kein Problem sein. Dennoch: Sprechen Sie mit Ihrem Vermieter über Ihre Situation und die gewünschten Umbauten. Oft kann mehr realisiert werden als ursprünglich gedacht.

    Wie bekommt man eine Seniorenwohnung?


    ‌Rentner sind aufgrund der hohen Mieten und ihrem niedrigen Einkommen oft auf öffentlich geförderte Wohnungen angewiesen, die zudem noch barrierefrei sind. Ein Wohnungsberechtigungsschein (Paragraf-5-Schein) ermöglicht in vielen Fällen eine solche Wohnung.

    Wer kommt dafür in Frage?


    ‌Personen, deren jährliche Einkünfte + Einkünfte aller im gleichen Haushalt lebenden Personen, die bestehende Einkommensgrenze nicht übersteigt. Die Berechnung des Einkommens definiert das WoFG § 24. Die Höhe der Einkommensgrenze unterscheidet sich je nach Bundesland. In Nordrhein-Westfalen beispielsweise bekommt eine Person einen Wohnberechtigungsschein bis zu einem Einkommen von 19.350 Euro. Bei einer weiteren Person im gleichen Haushalt steigt der Betrag auf 23.310 Euro.

    Beantragung Wohnberechtigungsschein


    ‌In der Regel kann man den Wohnberechtigungsschein direkt bei der Gemeinde beantragen. Manchmal kann man diesen auch über die Internetseite der Gemeinde herunterladen. 

    ‌Benötigte Unterlagen:
  • Ausgefüllter Antrag  
  • Einkommenserklärung  
  • Einkommensbescheinigung (wird vom Arbeitgeber ausgefüllt) 
  • Meldenachweise  
  • Ausweisdokumente (Personalausweis, Reisepass) 
  • Nachweis Familienstand (ledig, verheiratet, geschieden usw.) 
  • Geburtsurkunde der Kinder (falls diese im Antrag vorkommen) 
  • Semesterbescheinigung (Studierende) 
  • Schwerbehindertenausweis (im Falle einer schweren Behinderung)  
  • Aufenthaltstitel (falls keine EU-Staatsbürgerschaft vorliegt) 
  • Achtung:
    Die aufgezählten Punkte sind nur ein Auszug von benötigten Dokumenten und können je nach Antragssteller beziehungsweise Bundesland unterschiedlich sein.
    Wohnformen, wie Betreutes Wohnen oder Senioren-Wohngemeinschaften werden teilweise mit einer Wohnraumförderung finanziert. Die künftigen Bewohner müssen in diesen Fällen einen Wohnungsberechtigungsschein vorweisen.

    Wo findet man gute Pflege im Alter?


    ‌Menschen, die Pflege benötigen, haben unterschiedliche Bedürfnisse – genauso die Angehörigen. Folgende Beispiele zeigen Modelle der Pflege:
  • Ambulante Pflege zu Hause =


    ‌Hier werden Pflegebedürftige zu Hause von mobilen Pflege-Dienstleistern versorgt. Ob die ambulante Pflege zweimal in der Woche oder jeden Tag vorbeikommt, hängt von der Pflegebedürftigkeit ab. Bei diesem Modell können Menschen in ihrem gewohnten Umfeld bleiben.

    24-Stunden-Pflege =


    ‌Hierbei leben Pflegekräfte mit einem Pflegebedürftigen im gleichen Haushalt. Die Pflegekraft – meist Personen aus Osteuropa – pflegen, gehen einkaufen und erledigen sonstige Dinge. Für die Pflegkraft bedeutet das: Ein „Rund-um-die-Uhr“-Dienst.

    Pflegeheim =


    ‌Der Umzug in ein Pflegeheim kann anfangs schwierig sein, ist bei steigender Pflegebedürftigkeit aber ratsam. Seniorenheime – wie sich auch genannt werden – bieten pflegerische und medizinische Dienstleistungen. Außerdem erhalten Bewohner in der Regel eine Vollpension (Frühstück-Mittag-Abendessen) und ein Rahmenprogramm (Veranstaltungen und Gymnastik zum Beispiel).

    Betreutes Wohnen =


    ‌Betreutes Wohnen richtet sich an Senioren die selbstständig leben, auf die Hilfe vor Ort aber nicht verzichten möchten. Meist kommen bei Bedarf ambulante Pflege-Teams in die Häuser und versorgen die Bewohner.

    Altersgerecht wohnen – Wer sind die Ansprechpartner?


    ‌Haben Sie den Wunsch nach barrierefreiem Wohnen? Es gibt es einige Stellen, die Ihnen bei Fragen weiterhelfen können. Das wären beispielsweise:
  • Sozialamt in der eigenen Stadt  
  • Hinweis:
    Lassen Sie sich anfangs gut beraten, bevor Sie mit dem Umbauen beginnen. Manchmal reichen schon kleine Veränderungen für mehr Lebensqualität in der eigenen Wohnung aus.

    Wie man im Alter fit bleibt?


    ‌Ausrutschen, stolpern oder hinfallen – all das sind Dinge, die im Alter zunehmend passieren. Schwere Verletzungen können die Folge sein. Das lässt sich gänzlich nicht vermeiden. Mit einem gesunden Körper und Geist kann man aber viel vorbeugen und das Risiko von Stürzen minimieren. 

    ‌Fitnessübungen, Gehirntraining und ein regelmäßiger Austausch mit anderen Personen sollten im Alter nicht vernachlässigt werden. Der Mensch kann auch mit zunehmendem Alter neue Nervenzellen im Gehirn bilden – dafür müssen Körper und Geist aber in Form bleiben. 

    ‌Neben klassischen Sportarten, wie beispielsweise Laufen, Tennis, Radfahren und Schwimmen, kann auch viel Bewegung im Alltag zur körperlichen Fitness beitragen. Den Einkauf zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigen, wäre hierfür ein Beispiel. Das heißt: Menschen, die normalerweise wenig Sport treiben, können auf diese Weise ihren Körper beanspruchen und fit halten.

    Hier finden Sie die Checkliste zu altersgerechtem Wohnen:
    DOWNLOAD CHECKLISTE ALTERSGERECHTES WOHNEN

    Altersgerecht wohnen – Immobilien einfach erklärt

    Was ist altersgerechtes Wohnen?

    In einer altersgerechten Wohnung zu leben bedeutet: Man kommt im Alter ohne fremde Hilfe aus. Dazu braucht es eine barrierefreie oder barrierearme Umgebung. Es sollten demnach beispielsweise keine Stolperfallen in der Wohnung vorhanden sein. Das Haus verfügt zudem über Haltegriffe, breite Türen und Gänge. Viel Platz ist grundsätzlich ein wichtiges Kriterium für eine altersgerechte Wohnung. 

    ‌Weiterlesen: Altersgerecht wohnen – Was ist das?

    Wie sieht altersgerechtes Wohnen aus?

    Das kommt auf die Einschränkung der Bewohner an. Manche Senioren benötigen nur kleine Adaptierungen, wie beispielsweise Haltegriffe. Andere brauchen beispielsweise größere Umbauten im Badezimmer: Ein tieferes Waschbecken, eine bodentiefe Dusche oder eine verstellbare Toilette. Eine altersgerechte Wohnung sollte an die Bedürfnisse des Einzelnen angepasst werden. 

    ‌Weiterlesen: Altersgerecht wohnen – Welche Formen gibt es?

    Wie bekommt man eine Seniorenwohnung?

    Seniorenwohnungen findet man zum Beispiel in Senioren-WG‘s oder in Anlagen des Betreuten Wohnens. Wer auf finanzielle Unterstützung angewiesen ist, kann zudem eine seniorengerechte Wohnung der Stadt oder Kommune beantragen. Dazu benötigen Menschen einen Wohnberechtigungsschein. Um diese öffentliche, barrierefreie Wohnung zu bekommen, muss das Jahreseinkommen unter der vorgegebenen Grenze liegen. 

    ‌Weiterlesen: Wie bekommt man eine Seniorenwohnung?

    Welche Pflegemöglichkeiten gibt es im Alter?

    Menschen, die trotz Pflegebedürftigkeit zu Hause leben möchten, können eine ambulante Pflege beantragen. Diese Pflegedienste versorgen die pflegebedürftigen Personen temporär und je nach Pflegegrad verschieden oft. Eine andere Möglichkeit ist das Betreute Wohnen, mit ebenfalls ambulanter Pflege. In den barrierefreien Anlagen gibt es häufig Ansprechpersonen und ein Notrufsystem. 

    ‌Weiterlesen: Wo findet man gute Pflege im Alter?

    Was versteht man unter barrierefreiem Wohnen?

    Barrierefreies Wohnen heißt wohnen ohne Hindernisse. Personen mit körperlichen Einschränkungen sollen durch eine barrierefreie Umgebung alle Dinge des Alltags problemlos nutzen können. Egal, ob Kochen, Waschen oder einfach nur das Ausschalten eines Lichtschalters. Barrierefreie Wohnungen sind in Deutschland noch eher die Seltenheit, werden aufgrund des demografischen Wandels aber immer mehr gefördert. 

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