Kreditkarten aus Plastik mit Chips und Kreditkartennummern und Prüfziffern © Adobe Stock | abimagestudio

Kreditkarten – Übersicht: Welche Arten gibt es, was können sie?

Kreditkarten sind in der internationalen Welt nicht mehr wegzudenken. Allein schon beim Reisen sind sie ein wichtiges Instrument. In diesem Beitrag erfahren Sie, wann eine Kreditkarte sinnvoll ist, welche Typen es gibt, wie sich die Kosten aufteilen und andere wichtige Informationen.

Wozu brauche ich eine Kreditkarte?


‌Mit einer Kreditkarte kann man in vielen Ländern bargeldlos zahlen, Geld abheben und online shoppen. Hotels, Ferienwohnungen und Mietwagenverleihe benötigen in der Regel eine Kreditkarte, um die Buchung abzusichern

‌Der Vorteil im Vergleich zu anderen Zahlungskarten: Die Bank stellt einen Kleinkredit zur Verfügung, der sich flexibel nutzen lässt. Es gibt einen festgelegten Kreditrahmen, zum Beispiel 3.000 Euro, den man über ein ganzes Monat flexibel ausschöpfen kann. Dafür zahlt man keine Zinsen. Die Abbuchung vom Girokonto erfolgt üblicherweise einmal im Monat

‌Je nach Leistungsklasse der Kreditkarte kann es noch Zusatzleistungen geben. Zum Beispiel einen kostenlosen Aufsperrdienst für die Wohnung, wenn man der Schlüssel abhanden gekommen ist, kostenloses W-LAN weltweit, einen Concierge-Service etc.
Hinweis:
Kreditkarten sind Zahlungskarten, mit denen man Bargeld abheben und bargeldlos bezahlen kann. Weltweit.

Welche Arten von Kreditkarten gibt es?


‌Es existieren verschiedene Varianten von Kreditkarten. Sie lassen sich nach verschiedenen Kriterien unterscheiden: Mit oder ohne Jahresgebühr? Standard oder Premium? Nach ihrer Marke: zum Beispiel Visa oder Mastercard. Sowie nach ihrer Funktion: Charge, Revolving, Prepaid? 

‌Zudem unterscheiden sich die Karten häufig stark was die Gebühren für Abhebungen, Fremdwährungen sowie Versicherungsleistungen angeht. 

‌Die wichtigsten Kreditkartenarten werden nachstehend diskutiert.
Hinweis:
Bei jedem Unterpunkt gelangen Sie über einen Link auf den Beitrag zum jeweiligen Thema.
  • Visa
  • Mastercard
  • Diners Club 
  • American Express 
  • Premium-Kreditkarten 
  • Studenten-Kreditkarten 
  • Miles-and-More-Kreditkarte 
  • Amazon-Kreditkarte 
  • Prepaid-Kreditkarten 
  • Debitkarte

    ‌ 
  • Visa oder Mastercard?


    ‌Die größten Kreditkartenunternehmen sind Visa und Mastercard. Unter den Kreditkarten genießen sie die höchste Akzeptanz deutschland- und weltweit. Es macht in der Regel keinen Unterschied, ob man sich eine Karte von Visa oder Mastercard zulegt. Den deutlich größeren Einfluss auf die enthaltenen Leistungen und Kosten macht die Bank, die die Kreditkarte ausstellt. Ein genauer Vergleich lohnt sich.
  • Mehr lesen im Beitrag Visa oder Mastercard?

  • American Express oder Diners Club?


    ‌American-Express-Kreditkarten sind weniger weit verbreitet als die von Visa und Mastercard. In Deutschland wird sie zwar immer mehr akzeptiert, besonders von den bekannten Supermarkt-Ketten und anderen größeren Händlern. Die Akzeptanz beschränkt sich aber eher auf das Premium-Segment. Kreditkarten von Diners Club sind in Deutschland äußerst wenig verbreitet. Eigentlich nur Luxus-Händler und große Hotels akzeptieren sie. Im Ausland haben die Karten dieses Anbieters eine höhere Akzeptanz als in Deutschland, aber viel weniger als Visa und Mastercard. Eine solche Karte lohnt sich unter Umständen nur für Vielreisende.
  • Mehr lesen im Beitrag American Express oder Diners Club?

  • Premium-Kreditkarten


    ‌Neben den Standard-Kreditkarten, zu denen in der Regel jene ohne oder mit geringer Jahresgebühr gezählt werden, gibt es auch Premium-Kreditkarten. Diese Karten fallen schon im Stil auf. Sie sind entweder in Gold, Platin oder Schwarz designt. Das ist auch die aufsteigende „Rangfolge“ – die „Black“ ist die luxuriöseste Karte. 

    ‌Solche Karten beinhalten einen umfangreichen Versicherungsschutz, Rabatte bei Partnern, freien oder ermäßigten Eintritt in Flughafen-Lounges, Fast Lane und Priority Check-in sowie andere Extras. Die Jahresgebühren reichen dabei von etwa 70 - bis 300€ oder mehr.
    Hinweis:
    Premium-Kreditkarten rechnen sich eigentlich nur für Vielreisende mit hohen Anforderungen.
  • Mehr lesen im Beitrag Premium-Kreditkarten

  • Kreditkarten für Studenten


    ‌Auch Studenten ist es möglich, eine Kreditkarte zu besitzen. Solange die finanziellen Verhältnisse stabil sind, spricht für die Banken nichts dagegen, solche Karten an Studierende auszugeben. Manche Banken haben eigene „Studenten-Kreditkarten“ im Angebot, die einige Extras für Studenten haben. Alternativ können Prepaid-Karten verwendet werden.
  • Mehr lesen im Beitrag Studenten-Kreditkarten

  • Miles-and-More-Kreditkarte


    ‌Die „Lufthansa-Kreditkarte“ bietet Vielfliegern eine zusätzliche Möglichkeit, Prämienmeilen zu sammeln. Für alle mit der Karte umgesetzten 2 Euro erhält der Karteninhaber 1 Prämienmeile. Diese Meilen lassen sich dann gegen Services oder Waren eintauschen. Ab einer bestimmten Anzahl an Prämienmeilen erhält man zum Beispiel einen Gratis-Flug. 

    ‌Es existieren verschiedene Varianten. Zum Beispiel für Privatleute und Geschäftsleute.
    Hinweis:
    Nicht zu verwechseln ist die „Miles and More“-Kreditkarte mit der „Miles and More“-Servicekarte. Mit der Servicekarte lassen sich ebenfalls Prämienmeilen sammeln. Sie ist aber keine Kreditkarte.
  • Mehr lesen im Beitrag Miles-and-More-Kreditkarten

  • Prepaid-Kreditkarten


    ‌Prepaid-Kreditkarten funktionieren nach folgendem Prinzip: Zuerst lädt man Geld auf die Karte und dieses – wirklich nur dieses Geld – lässt sich dann verwenden. Bei diesen Karten gibt es somit keinen Kreditkartenrahmen und keine monatliche Abbuchung

    ‌Solche Karten sind eigentlich keine Kreditkarten. Die meisten Hotels, Airlines etc. akzeptieren sie nicht als Zahlungsmittel, weil sie ihnen zu wenig Sicherheit für mögliche Schadensfälle gibt. 

    ‌Diese Karte macht Sinn für Personen mit schlechter Bonität und Minderjährige.
    Achtung:
    Prepaid-Kreditkarten sind keine Kreditkarten. Sie werden nur so bezeichnet. Bei Hotel- oder Flugbuchungen etc. werden sie in der Regel nicht akzeptiert.
  • Mehr lesen im Beitrag Prepaid-Kreditkarten

  • Debitkarte


    ‌Debitkarten werden oft auch als „EC-Karte“, „Girocard“ oder „Bankomatkarte“ bezeichnet. In Deutschland gibt es davon zwei Arten. Zum einen die bekannte „Girocard“ (früher „EC-Karte“) und die Debitkarten von Visa (= V-Pay) und Mastercard (= Maestro). 

    ‌Wie funktionieren Debitkarten? Sie sind mit einem Girokonto verbunden. Sobald man eine Zahlung oder Abhebung mit der Karte tätigt, geht das Geld direkt vom Girokonto ab. Das Girokonto lässt sich nur überziehen, wenn die Bank einen Dispositionskredit („Dispokredit“) gewährt. 

    ‌Die meisten Menschen in Deutschland haben eine Debit- bzw. Girocard. In der Regel werden sie mit der Eröffnung eines Girokontos ausgegeben.
    Achtung:
    Auch Debitkarten sind keine Kreditkarten. Es kommt manchmal zu diesem Trugschluss, da auch Visa und Mastercard Debitkarten ausgeben.
  • Mehr lesen im Beitrag Debitkarte 

  • Amazon-Kreditkarte


    ‌Mit einer Amazon-Kreditkarte kann man mit jedem Euro Umsatz Punkte sammeln. Diese Punkte lassen sich beim Einkauf bei Amazon einlösen. Für Amazon-Prime-Nutzer ist die Karte gratis – sie zahlen keine Jahresgebühr. Dafür zahlen sie für den Prime-Account jährlich 69 Euro. Für jene ohne Amazon-Prime-Account kostet die Karte im Jahr 19,99 Euro. 

    ‌Amazon gab in Zusammenarbeit mit der LBB Visa-Kreditkarten aus. Die Kooperation mit der LBB endet mit 31. Dezember 2022. Bis auf weiteres ist nicht sicher, ob und von welcher Bank neue Amazon-Kreditkarten ausgestellt werden.
    Hinweis:
    Für jene, die aktuell eine solche Kreditkarte besitzen, ändert sich nichts. Sie können die Karte ganz normal weiterhin nutzen.
  • Mehr lesen im Beitrag Amazon-Kreditkarte

  • Was kostet eine Kreditkarte?


    ‌Bei Kreditkarten ist mit versteckten Kosten zu rechnen. Die Kosten müssen dennoch irgendwo aufgelistet werden. Am besten Sie schauen sich die Entgeldinformation und das Preis- und Leistungsverzeichnis der Bank an.
    Hinweis:
    Finden Sie nicht die benötigten Infos zu allen Kosten, wenden Sie sich direkt an einen Bankberater.
  • Jahresgebühr: 
    ‌Es gibt kostenlose Karten und solche mit Jahresgebühren. Die Jahresgebühren liegen oft im zweistelligen Bereich, können für Premium-Karten aber auch um die 300 Euro betragen. Die Amex Centurion beispielsweise kostet sogar 660 Euro.   
  • Auslandseinsatzentgelt: 
    ‌Das „Auslandseinsatzentgelt“ fällt bei Transaktionen an, wenn man nicht in Euro zahlt. Dieses Entgelt kann innerhalb der EU anfallen (z.B. für Tschechische Krone) oder auch außerhalb der EU (z.B. US-Dollar). Das Auslandseinsatzentgelt beträgt zwischen 1 und 2 Prozent der umgesetzten Summe. „Auslandseinsatzgebühr“ oder „Fremdwährungsentgelt“ sind andere Bezeichnungen dafür.   
  • Barabhebungsgebühr: 
    ‌Fürs Geldabheben am Bankautomaten fallen häufig Gebühren an. Im In- wie auch Ausland. Was das genau kostet, hängt von der ausstellenden Bank ab.     
  • Sollzinsen: 
    ‌Nur bei Revolving-Cards fallen Sollzinsen an. Revolving-Karten sind jene Kreditkarten, die eine Teilzahlungsmöglichkeit bieten. Bei dieser Variante zahlt man den Kredit in Raten zurück. Das ist meistens sehr teuer und kostet bis zu 25% der Kreditsumme. Von der Nutzung der Teilzahlungsfunktion ist daher abzuraten.   
  • Gebühren für Automatenbetreiber: 
    ‌Die Automatengebühr ist nicht mit der Abhebegebühr zu verwechseln. Die eigene Bank verlangt die Abhebegebühr. Der Automatenbetreiber verlangt die Automatengebühr. In vielen Kreditkarten-Angeboten scheint diese Information nicht auf. Manche Kreditkarten werben mit kostenlosem Bargeldabheben weltweit. Das mag auch so stimmen. Das heißt aber noch nicht, dass für die Abhebung keine Kosten entstehen können: Der Bankautomatenbetreiber kann und wird in den meisten Fällen Gebühren für den Service verlangen.   

  • Was ist das Chargeback-Verfahren?


    ‌Unter dem Chargeback-Verfahren versteht man das Zurückholen von fälschlich abgebuchtem Geld. Zum Beispiel, wenn das Geld zwei Mal vom Konto abgebucht wurde oder ein Kreditkartenbetrüger Zahlungen veranlasst hat. 

    ‌Stößt man auf eine Unregelmäßigkeit bei den Abbuchungen, sollte man unverzüglich die Bank kontaktieren, die die Karte ausgestellt hat. Zuständig dafür bei Visa und Mastercard ist die Bank, nicht die Kreditkartenmarke. Also nicht Visa oder Mastercard, sondern etwa DKB oder Commerzbank.
    Achtung:
    Es gibt eine Frist. Meist hat man bis zu 120 Tage Zeit, das Chargeback-Verfahren einzuleiten. Wichtig ist daher, dass man die Kreditkarten-Bewegungen regelmäßig kontrolliert. Somit verliert man keine Zeit, sollte etwas bei der Abrechnung nicht passen.
  • Mehr lesen im Beitrag Chargeback 

  • Wie kommt es zu Kreditkartenbetrug?


    ‌Kreditkartenbetrüger stehlen immer wieder Kreditkarten oder Kreditkartendaten, um damit Transaktionen vorzunehmen. Besonders das Internet ist ein großer Tummelplatz für Betrüger. Um sich zu schützen, sollte man sich an einige Regeln halten. 

    ‌Zum Beispiel sollte man die Eingabe von Kreditkartendaten auf unsicheren Online-Shops vermeiden. Unsicher ist der Shop etwa, wenn die Seite keine SSL-Verbindung hat. Das heißt: Wenn kein „https“ vor der URL steht, sondern nur „http“. 

    ‌Es ist zudem äußerst wichtig, niemals die Kreditkartendaten gemeinsam mit dem PIN aufzubewahren. In diesem Fall würde auch die Bank eine Haftung ihrerseits ablehnen, da man fahrlässig gehandelt hat.
  • Mehr lesen im Beitrag Kreditkartenbetrug

  • Kreditkarten – Recht einfach erklärt

    Was versteht man unter einer Kreditkarte?

    Darunter versteht man eine Zahlungskarte, die zum Bargeldabheben und Bezahlen ohne Bargeld an Automaten verwendet wird. Diese Karten haben einen meist monatlichen Kreditrahmen, den man ausschöpfen kann. Einmal im Monat wird dann das Geld vom Girokonto abgebucht. 

    ‌Weiterlesen: Wozu brauche ich eine Kreditkarte?

    Wann macht eine Kreditkarte Sinn?

    Mit einer Kreditkarte ist man flexibler als mit einer Debitkarte. Man bekommt einen zinslosen Kleinkredit, der nur einmal im Monat vom Girokonto abgebucht wird. Für das Buchen von Flügen, Hotels, Mietwagen etc. ist sie unerlässlich. Die Alternative „Debitkarte“ oder „Prepaid-Karte“ birgt Vor- sowie Nachteile. 

    ‌Weiterlesen: Wozu brauche ich eine Kreditkarte?

    Welche Vor- und Nachteile hat eine Kreditkarte?

    Vorteilhaft ist der zinslose Kredit, den man zur freien Verfügung hat, die hohe Akzeptanz weltweit (je nach Anbieter), die Möglichkeit Hotels, Flüge etc. zu buchen, einfaches Online-Shopping, usw. Nachteilig sind teilweise hohe Jahresgebühren. Man sollte jedenfalls verschiedene Anbieter vergleichen, bevor man sich eine solche Karte holt. 

    ‌Weiterlesen: Wozu brauche ich eine Kreditkarte?

    Was gibt es alles für Kreditkarten?

    Es gibt zum Beispiel Charge- und Revolving-Karten sowie Debit- und Prepaid-Karten (letztere sind keine echten Kreditkarten). Die wichtigsten Marken sind Visa und Mastercard, weniger verbreitet sind „American Express“-Karten und noch einmal viel weniger „Diners Club“-Karten. 

    ‌Weiterlesen: Welche Arten von Kreditkarten gibt es?

    Was ist besser: Kreditkarte oder EC-Karte?

    Die Funktionsweisen dieser Karten sind unterschiedlich: Bei der EC-Karte (heute „Girocard“) geht das Geld direkt und zeitnah vom Girokonto ab. Bei der Kreditkarte wird das Geld gesammelt vom Konto abgebucht. Girokarten und andere Debitkarten werden in der Regel von Hotels etc. nicht als Sicherheit akzeptiert. 

    ‌Weiterlesen: Welche Arten von Kreditkarten gibt es?

    Ist Mastercard gleich Kreditkarte?

    Ja, die Mastercard ist eine Kreditkarten-Marke. Sie ist die zweitgrößte Zahlungskarten-Firma weltweit. 

    ‌Weiterlesen: Visa oder Mastercard?

    Ist Kreditkarte gleich Visakarte?

    Visa ist die größte Kreditkarten-Marke weltweit. Sie ist auch die am weitesten verbreitete. 

    ‌Weiterlesen: Visa oder Mastercard?

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