Miles-and-More-Kreditkarte der Lufthansa und ihrer Partner mit Vertrag © Adobe Stock | ifeelstock

Miles-and-More-Kreditkarte (Lufthansa Kreditkarte): Was Sie wissen sollten

Die Miles-and-More-Kreditkarte kann sich für Vielreisende auszahlen, wenn sie zusätzliche Meilen sammeln und Zusatzangebote nutzen wollen. Hier erfahren Sie, was die „Miles & More“-Kreditkarte ausmacht, welche Vor- und Nachteile sie aufweist, was sie kostet und andere wichtige Details. Lesen Sie mehr.

Was ist die Miles-and-More-Kreditkarte?


‌Miles-and-More-Kreditkarten (auch „Lufthansa-Kreditkarten“) sind Varianten von Kreditkarten, mit denen zusätzliche Prämien-Meilen für das Vielflieger- und Prämienprogramm „Miles and More“ gesammelt werden können. Lufthansa und ihre Partner bieten mit diesem Programm Extras für Personen, die häufig per Flugzeug verreisen. 

‌Besonders Vielflieger innerhalb des Euro-Raums können von der Karte profitieren. Nachteile: Die Gebühren für Abhebungen und Fremdwährungszahlungen und auch die recht hohe Jahresgebühr

‌Was den Versicherungsschutz angeht, schneidet die Karte mittelmäßig ab. Ein kostenloser Test für ein Jahr kann sich aber allemal lohnen. 

‌Inhaber der Miles-and-More-Kreditkarte nehmen automatisch am „Miles and More“-Programm teil. Das Prinzip dahinter: Bei jedem Umsatz mit der Karte erhält der Karteninhaber „Meilen“. Darunter versteht man Prämien, die für Verschiedenes eingesetzt werden können. Zum Beispiel für einen kostenlosen Flug. Für 2 Euro Kartenumsatz erhält man 1 Prämien-Meile.
Hinweis:
Dieser Beitrag bezieht sich genau auf ein Modell der „Miles & More“-Kreditkarte. Nämlich auf die Miles & More Gold Credit Card.

Ist Miles-and-More eine Kreditkarte?


‌Nein, Miles-and-More an sich ist keine Kreditkarte. Hier kommt es häufig zu Verwechslungen. Miles-and-More ist nur das Vielflieger- und Prämienprogramm. Die Miles-and-More-Kreditkarte ist eine zusätzliche Möglichkeit, um mehr Prämien-Meilen zu sammeln. 

‌Alle Programm-Mitglieder von „Miles & More“ erhalten eine Karte ausgestellt. Das ist aber keine Kreditkarte, sondern die „einfache“ Miles-and-More-Karte. Mit dieser Karte lassen sich ebenfalls Prämien-Meilen sammeln. 

Das heißt: Man kann ganz normal Teil von Miles-and-More sein, ohne eine solche Kreditkarte zu besitzen. Für viele reicht die Miles-and-More-Servicekarte aus. 

‌Eine Kreditkarte von Miles & More zahlt sich eigentlich nur für jene aus, die bewusst zusätzliche Prämien sammeln und diese – selbstverständlich – auch einlösen. Durch die Abhebungs- und Fremdwährungsgebühren ist die Miles-and-More-Kreditkarte in Gold außerhalb der Euro-Zone nur bedingt zu empfehlen.
Hinweis:
Wer Meilen sammeln will, braucht nicht unbedingt eine „Miles & More“-Kreditkarte. Meilen Sammeln kann man auch ohne der Miles-and-More Gold Kreditkarte. Für viele zahlt sich folgende Variante mehr aus: Einerseits eine normale, günstige Kreditkarte. Und auf der anderen Seite eine normale Miles-and-More-Servicekarte bloß zum Meilensammeln.

Welche Miles-and-More-Kreditkarten gibt es?


‌Es existieren mehrere Varianten von „Miles & More“ Credit Cards. Neben der Lufthansa gibt es noch andere Luftfahrtunternehmen, die solche Kreditkarten anbieten. Die Lufthansa-Karten gibt es in verschiedenen Ausführungen: 

‌1) Miles & More Blue Credit Card 

‌2) Miles & More Gold Credit Card: vorliegender Beitrag bezieht sich auf diese Kredit-Karte 

‌3) Miles & More Gold Credit Card Business 

‌4) Lufthansa Frequent Traveller Credit Card 

‌5) Lufthansa Senator Credit Card 

‌6) Lufthansa HON Circle Credit Card
Hinweis:
Die DKB ist die Bank, die Lufthansa-Kreditkarten herausgibt.

Welche Vorteile hat die Miles-and-More-Kreditkarte?

Hinweis:
Miles-and-More-Kreditkarten von Lufthansa sind im deutschen Raum natürlich am relevantesten. Aber nicht nur Lufthansa stellt Miles-and-More-Kreditkarten aus. Solche Karten gibt es in vielen anderen Ländern. Ausgestellt meist in Kooperation mit den führenden Airlines des jeweiligen Staates.

1) Attraktives Willkommens-Paket


‌Schöpft man den Willkommensbonus aus, erhält man Bonus-Leistungen im Wert von umgerechnet um die 300 Euro.
  • Bis zu 20.000 Prämienmeilen Willkommensbonus 
  • „Lufthansa World Shop“-Gutschein mit bis zu 20%igen Rabatt 
  • 2 Gutscheine für Business-Lounge am Flughafen 
  • Avis-Gutsschein (Mietwagen) für Wochenendmiete
    ‌ 
  • 2) Unbefristete Gültigkeit der Prämien-Meilen


    Keine Meile verfällt bei der Gold Card. Die 2 Jahre Frist bis zum Verfallsdatum gelten für sie nicht. Das ist ein großer Pluspunkt, mit dem sich die Karte von anderen Meilensammler-Karten unterscheidet.

    3) Meilen sammeln


    ‌Bei der privaten Variante der Gold-Miles-and-More-Karte gibt es für 2 Euro Kartenumsatz 1 Meile gutgeschrieben. Bei der Business-Variante gibt es für jeden 1 Euro Umsatz 1 Meile. Allerdings geht das nur für Flüge der Star Alliance. Auch beim Shopping in speziellen Geschäften können Meilen gesammelt werden. 

    ‌Dank dieser Kreditkarte lassen sich noch zusätzliche Prämienmeilen gewinnen. Für gewisse Kartenumsatz-Schwellen gibt es noch einmal Meilen obendrauf. 

    ‌Zum Beispiel:
  • Für 4.000 Euro Kartenumsatz im Jahr, erhält man 2.000 Prämien-Meilen extra drauf. 
  • Beim Buchen von Lufthansa-Flügen kommen ebenso Zusatz-Meilen hinzu. Je nachdem, wie weit der Zielflughafen entfernt ist, und in welcher Beförderungsklasse man fliegt. 
  • Hinweis:
    In der Flugallianz „Star Alliance“ kooperieren 26 Fluggesellschaften. Es werden 192 Länder angeflogen.
    Bei den Meilen ist zwischen sogenannten Prämienmeilen und Statusmeilen zu unterscheiden. Mit Prämienmeilen kann man dann Einkäufe tätigen, Reisen buchen, usw. Mit den Statusmeilen erhält man gratis oder ermäßigten Eintritt in Airport-Lounges, Upgrades in Hotels etc.

    4) Guter Versicherungsschutz


    ‌Mit der “Miles and More Gold Card“ bekommt der Karteninhaber ein umfangreiches Versicherungspaket geliefert. Die Versicherungen:
  • Reiserücktrittskostenversicherung 
  • Reiseabbruchversicherung 
  • Mietwagenvollkaskoversicherung 
  • Auslandsreisekrankenversicherung 
  • Hinweis:
    Die Versicherungsleistung tritt nur ein, wenn die Reise bzw. das Auto mit der Kreditkarte gebucht wurde. Außer die Auslandsreisekrankenversicherung – sie hat man als Karteninhaber jedenfalls.

    5) Tausch von Prämien-Meilen in Status-Meilen


    ‌Ein weiteres Schmankerl: Die Prämienmeilen kann man in sogenannte „Statusmeilen“ einlösen. Damit bekommt man dann Eintritt in Flughafen-Lounges.

    6) Service-Hotline der Lufthansa


    ‌Inhaber der Karte können rund um die Uhr die Lufthansa-Serviceline erreichen. Der Kundensupport spricht mehrere Sprachen und kann die Buchung von Flügen, Hotelzimmern oder ähnliche Dienstleistungen übernehmen.

    7) Zusätzliche Leistungen


    ‌Inbegriffen sind ebenfalls Rabatte für weitere Meilen und bei speziellen Shops. Außerdem können per „MilesPay“ die Meilen in Geld umgewandelt werden.

    Welche Nachteile weist die Miles-and-More-Kreditkarte auf?

    Hinweis:
    Die Kreditkarte hat jedoch auch Schwächen: Interessenten sollten sich genau anschauen, wie oft sie wohin reisen und ob sie die Zusatzleistungen auch in Anspruch nehmen wollen.

    1) Relativ hohe Jahresgebühr


    ‌Die Gold-Karte kostet 109,96 Euro im Jahr, das heißt 9,16 Euro im Monat. Die Meilen kann man auch für die Jahresgebühr einsetzen. Um die Jahresgebühr zu bezahlen, müssen 33.000 Meilen gesammelt werden.

    2) Fremdwährungsgebühr


    ‌Für das EU-Ausland bzw. genauer genommen die Nicht-Euro-Zone ist die Kreditkarte nur bedingt empfehlenswert. Denn mit 1,95 Prozent Fremdwährungsgebühr können für Viel-Flieger hohe Summen anfallen.

    3) Gebühren für Bargeldabhebungen


    ‌Bei Bar-Abhebungen an Bankautomaten zahlt man 2 Prozent des gezahlten Betrages (Umsatzes). Auch dies ist ein Faktor, der nachteilig für die Karte ist. Mindestens jedoch fällt bei einer Abhebung eine Gebühr von 5 Euro an.

    4) Sollzinsen


    ‌Zahlt man die monatlich gestellte Rechnung nicht auf einmal, sondern in Raten, kommen hohe Zinsen auf den genutzten Kreditrahmen. Genau genommen sind es 8,90 % effektive Zinsen im Jahr. Die Teilzahlungsfunktion muss aber extra beantragt werden. Die Zinsen sind teuer, aber vergleichbar mit anderen Kreditkarten.
    Hinweis:
    Abzahlen muss man pro Monat 10, 20 oder 30 Prozent der ausstehenden Kredithöhe. Das ist ziemlich flexibel und als Plus zu werten.

    Welche Kosten gibt es bei der Miles-and-More-Kreditkarte?


    ‌Die Kosten bei der Miles-and-More-Kreditkarte Gold sind ihr größter Nachteil. Die Jahresgebühr liegt bei 109,96 Euro. Es gibt einen Partnerbonus: Dieser zahlt dann nur 69,96 Euro für die Karte. 

    ‌An Abhebegebühren verrechnet der Aussteller 2% des am Geldautomaten abgehobenen Betrages; jedoch mindestens 5 Euro. Die Fremdwährungsgebühren belaufen sich auf 1,95% der umgesetzten Summe. Für Teil- bzw. Ratenzahlungen fallen 8,56% Sollzinsen im Jahr an.
    Beispiel:
    Text
  • Wer mit der „Miles & More“-Kreditkarte 800 Euro Umsatz in einer Fremdwährung (im Nicht-Euro-Raum) macht, zahlt 15,6 Euro Fremdwährungsgebühren.
  • Wer 500 Euro mit dieser Karte abhebt, zahlt 10 Euro Abhebegebühren obendrauf.
  • Die Kosten nochmal kurz aufgestellt:
  • Jahresgebühr: 109,96 
  • Partner-Jahresgebühr: 69,96 
  • Abhebegebühr: 2%, mind. jedoch 5 Euro 
  • Fremdwährungsgebühr: 1,95% 
  • Sollzinsen: 8,56%
  • Hinweis:
    Wer sich die Anschaffung der Lufthansa-Kreditkarte überlegt, sollte sich also ausrechnen: Auf der einen Seite die Jahresgebühren + mögliche Abhebe- und Fremdwährungsgebühren. Auf der anderen die gesammelten Prämien-Meilen. Lohnt sich die Karte für einen dann überhaupt?

    Wo erhalte ich eine Miles-and-More-Kreditkarte?


    ‌Um eine Miles-and-More Kreditkarte zu beantragen, muss der Antragsteller bloß einen Kreditkartenantrag für die passende Karte ausfüllen und absenden. Anschließend muss sich der Antragsteller noch legitimieren. Danach dauert es etwa 2 Wochen, bis man die Karte erhält. Die Bonitätsprüfung erledigt die Hausbank. Dadurch kann es um eine Verzögerung kommen.

    Weitere Beiträge

  • Amazon-Kreditkarte
  • Miles-and-More-Kreditkarte – Recht einfach erklärt

    Wie funktioniert die Miles and More Kreditkarte?

    Bei dieser Karte handelt es sich um eine Meiles-and-More-Servicekarte und eine Kreditkarte in einem. Für jede 2 Euro Umsatz bekommt man 1 Prämienmeile. Die gesammelten Prämienmeilen können dann für irgendeinen Gegenwert eingesetzt werden. Es ist eine Charge-Karte: Die Abrechnung erfolgt also 1x im Monat. 

    ‌Weiterlesen: Was ist die Miles-and-More-Kreditkarte?

    Ist Miles-and-More gleich Kreditkarte?

    Nein: Man braucht die Kreditkarte nicht, um Miles zu sammeln. Dafür reicht die normale „Miles & More Service Card“ aus. Für Vielreisende kann sich die Kreditkarte möglicherweise auszahlen. Wer weniger reist, kann sich z.B. die Service-Karte zum Meilensammeln holen und eine günstigere Kreditkarte verwenden. 

    ‌Weiterlesen: Ist Miles-and-More eine Kreditkarte?

    Welche Miles and More Karte ist die beste?

    Das lässt sich nicht pauschal sagen, sondern ist an das persönliche Verhalten anzupassen. Wer die Bonusleistungen der Karte nutzen kann und eher wenig bar sowie in Fremdwährung abhebt, für den kann sich die Gold-Karte auszahlen. 

    ‌Weiterlesen: Welche Miles-and-More-Kreditkarten gibt es?

    Für wen lohnt sich die Miles and More Gold Credit Card?

    Besonders Vielflieger – vor allem jene, die häufig im Euro-Raum unterwegs sind – können von der Karte und ihren Angeboten profitieren. Die Karte sollte aber mit Bedacht eingesetzt werden. Es fallen nämlich z.B. Abhebegebühren und Fremdwährungsgebühren an. 

    ‌Weiterlesen: Welche Vorteile hat die Miles-and-More-Kreditkarte?

    Wie viel Meilen braucht man für einen Flug?

    Je nachdem, welche Buchungsklasse man hat: Economy-Flüge, etwa in die USA und zurück, erhält man für ca. 30.000 Meilen. 

    ‌Weiterlesen: Relativ hohe Jahresgebühr

    Wie viel kostet die Miles-and-More-Kreditkarte?

    Die Jahresgebühr ist eher hoch. Sie macht ca. 110 Euro, der Partner bekommt sie für einen ermäßigten Preis von 70 Euro. Die Bar-Abhebegebür macht 2% der Abhebesumme aus. Fremdwährungsgebühren werden 1,95% der Abhebesumme berechnet. 

    ‌Weiterlesen: Welche Kosten gibt es bei der Miles-and-More-Kreditkarte?

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